Das Ich

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Biography

In den späten 80ern, geprägt von den frühen Ausläufern der New Wave Szene, versuchen sich Stefan Ackermann und Bruno Kramm mit ersten elektronischen Experimenten. 1991 veröffentlichen sie bereits unter „Das Ich“ die Maxi-CD „Satanische Verse“ und ihr Debutalbum „Die Propheten“ auf Bruno Kramms eigenem Label „Danse Macabre„.

Geschickt versteht es „Das Ich“ elektronische, sinfonische und frühe Industrialelemente zu einem explosiven Cocktail zu kombinieren, der entgegen der ansonsten oft klischee-erstickten deutschsprachigen Musikkultur seinesgleichen sucht. Schnell etablieren sich „Das Ich“ zu einer festen Größe und werden zum Inbegriff für experimentelle und innovative Elektronik. Als Initialzündung eines neuen Genres der Post Wave-, Kraftwerk-, Neubauten-Ära gefeiert, führen sie erfolgreich die Chartnotierungen der Independentszene an. Europaweite Tourneen festigen die Position von „Das Ich“, denen bald der Ruf „apokalyptischer Exzentriker“ vorauseilt, denn ihre Konzerte sind ein bösartiges, „Mark und Bein“ erschütterndes Spektakel. Nach der Veröffentlichung der Maxi-CD „Stigma“ im Jahre 1993, gehen „Das Ich“ 1994 auf eine ausgedehnte Tour quer durch Europa und die USA.

Nach der vielgefeierten EP „Stigma“ folgt das dichte, aber auch schwer zugängliche Werk „Staub„, das den Erfolg der Band als Ausnahmekünstler untermauert. 1995 dokumentiert das Live-Album „Feuer“ die umfangreichen Tourneen. Gleich darauf wird die gemeinsame Projektarbeit mit „Atrocity“ aus der Wiege gehoben. Das Album „Die Liebe“ bringt beiden Bands einen großen Achtungserfolg und zählt noch heute zu einem der ersten Vertreter der derzeit so erfolgreichen Metal/Gothic-Crossover-Bewegung. Ende 1996 beginnen „Das Ich“ mit den ersten Arbeiten an ihrem neuen Album „Egodram„. Diese müssen jedoch für ein halbes Jahr unterbrochen werden, um das Soundtrack-Album „Das Innere Ich“ für den Undergroundfilm „Das Ewige Licht“ zu schreiben. Nach einer weiteren erfolgreichen Tournee durch die USA im Mai 1997 kann die Arbeit an „Egodram“ dann endlich wieder aufgenommen und Ende 1997 abgeschlossen werden.

Während alle bisherigen Veröffentlichungen auf Bruno Kramms eigenem Label „Danse Macabre“ erschienen waren, schließen „Das Ich“ im Sommer 1997 einen weltweiten Plattenvertrag mit „edel Records“ für „Egodram“ ab, welches Anfang 1998 seinen Weg in die Läden findet und die Stellung der Band weiter ausbaut. Die bekanntesten Everblacks von diesem Album sind Songs wie „Kindgott“ und „Destillat„. Für Letzteren wird auch ein Videoclip produziert, der auf dem jungen Viva II Sendeplatz ständig rotiert. Die 1999er Tournee führte die Band wieder von Europa bis in die Vereinigten Staaten und nach Mexiko. Im Laufe des Jahres 1999 erfüllt sich die Band einen langgehegten Traum: Die Vertonung der Gedichtesammlung von Gottfried Benn „Die kleine Morgue“ eröffnet „Das Ich“ den Zugang in ernste Kulturkreise, darunter auch ein Auftritt in dem international renommierten Schauspielhaus Zürich. Daraufhin produziert das Schweizer Fernsehen für seinen Kulturkanal eine Dokumentation über das ambitionierte „Morgue“ Projekt. Frisch gestärkt produziert „Das Ich“ zum Jahr 2000 die großangelegte Hommage an das eigene Werk „Re_laborat„, eine Doppel CD auf der es sich die Szenegrößen des Gothic/Industrial nicht nehmen lassen, Remixe der zum Klassiker avancierten „Das Ich“ Stücke beizusteuern. Entsprechend umfangreich liest sich die Trackliste der Superlative; Acts wie VNV Nation, Deine Lakaien, And One, Wumpscut, L´Ame Immortelle, Funker Vogt, In Strict Confidence, Atrocity, Silke Bischoff u.v.a. interpretierten „Das Ich“ auf ihre eigene Weise. Das Doppelalbum gehört heute zu jedem guten DJ Set, Songs wie Destillat erfahren hier den ultimativen Dance-Appeal.

Im Mai 2001 veröffentlicht Bruno Kramm, der sich in den letzten 10 Jahren in der Szene einen Namen als Produzent vieler Szenegrößen (z.B. Illuminate, Atrocity, Sanguis Et Cinis) erarbeitet hat, sein schlicht betiteltes Soloalbum „Coeur“ auf SPV. Die dreizehnte Veröffentlichung, das Album „anti’christ“ im dreizehnten Jahr des Bandbestehens markiert den düstersten aber auch bisweilen erfolgreichsten Abschnitt der langen Bandkarriere. „anti’christ“ knüpft da an wo das heute zum Klassiker avancierte Debutalbum „Die Propheten“ aufhört. Kontrovers, schockierend, aber immer mit dem ausgewogenen Sinn für Spannung zwischen Harmonie und Disharmonie, trifft „anti’christ“ ins Mark der schwarzen Befindlichkeit. Der Auftritt im Jahr 2002 bei dem im August stattfindenden „M’era luna“ wird genutzt, um erstmals auch visuell die eindrucksvollen Shows der beiden Bayreuther für die die DVD „Momentum“ festzuhalten. Relativ zeitgleich wird zum ersten Mal Rückschau gehalten: „Relikt“ vereint als Doppel CD die wichtigsten Songs der bisherigen Bandkarriere. 2004 ist erneut ein großartiges Jahr für „Das Ich“ Fans: Nach einer umfangreichen Europatournee wird das konzeptionelle Doppelalbum „LAVA:Glut“ und „LAVA:Asche“ veröffentlicht. Nach einer weiteren erfolgreichen Tournee über alle Kontinente erscheint im Jahre 2006 das konzeptionelle „Cabaret“ Album. Organische Klänge von Zieharmonika und Harmonium kontrastieren mit dem gewohnt apokalyptischen Klangkosmos der Band, während die Texte das Elend dieser Welt auf einer kleinen Varietebühne bündeln. Addendum erscheint im Jahre 2007 und kompiliert auf zwei CDs sämtliche Frühwerke und vergriffenen Veröffentlichungen der Band, wie z.B. der Soundtrack „Das innere Ich“ oder die Bennsche Gedichtsammlung „Morgue„.

Die EP „Kannibale“ „erscheint 2008 und ist vorerst der letzte offizielle Release des Duos.  Kurz vor Abschluss an den Arbeiten am neuen Album „Cabaret“ ereilt Stefan Ackermann ein schwerer Schlaganfall von dem er sicht zur Zeit erholt. In 2014 sind neue Konzerte geplant sowie der Rerelease des „Cabaret“ Albums und eines neuen Werkes.

 

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Agency: Danse Macabre Records


Phone: +49 152 53536207


Email: kontakt@dansemacabre.de